Wenn einschneidende Ereignisse, wie Kriege im eigenen Land das Zuhause bedrohen, oder andere politische und gesellschaftliche Zwänge ein Leben in Frieden unmöglich machen, stellt sich oft die Frage „Gehen oder Bleiben?“ Die Länder des ehemaligen sogenannten Ostblocks waren und sind mitunter weiterhin besonders von Systemwechsel und Umbrüchen geprägt, sodass diese Frage dort immer wieder neue Relevanz erfährt. Was bleibt zurück, wenn der Entschluss gefallen ist, das eigene Herkunftsland zu verlassen? Wie gestaltet sich das Leben im Exil? Wie lebt man, wenn man bleibt?
An vier Abenden geht die Literaturreihe „Stimmen aus Osteuropa“ der zentralen Frage nach: Gehen oder Bleiben? Dabei lässt sie osteuropäische Schriftsteller:innen, die sich in ihren Werken mit dem Thema auseinandersetzen, in Lesung und Gespräch zu Wort kommen. Den Auftakt macht der belarussische Autor Alhierd Bacharevič, der in Berlin im Exil lebt. Außerdem zu Gast sind die Schriftstellerinnen Tanja Miljanović, geboren im ehemaligen Jugoslawien, heute in der Schweiz zuhause, und die in Berlin lebende Katerina Poladjan, die aus der ehemaligen Sowjetunion stammt, sowie der ungarisch-rumänische Autor und Regisseur András Visky.
Auftakt-Veranstaltung der Reihe am 12.1. im Konzertsaal des Kulturpalasts
Ein Abend mit Alhierd Bacharevič, dessen Texte von Tom Wlaschiha gelesen werden sowie Musik von und mit der Organistin Olga Podgaiskaya
- Alhierd Bacharevič
2025 erhielt der belarussische Schriftsteller für „Europas Hunde“ den Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung.
Moderation:
- Thomas Weiler
Eine Veranstaltung im Rahmen der Literaturreihe „AufBruch“ in Kooperation mit den Städtischen Bibliotheken Dresden, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) und der Dresdner Philharmonie.